{"id":726,"date":"2015-11-11T16:15:10","date_gmt":"2015-11-11T14:15:10","guid":{"rendered":"http:\/\/invidit.de\/blog\/?p=726"},"modified":"2015-11-11T13:08:38","modified_gmt":"2015-11-11T11:08:38","slug":"alles-tomate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/invidit.de\/blog\/alles-tomate\/","title":{"rendered":"Alles Tomate!"},"content":{"rendered":"<p>Hallo Spa\u00df-Coder.<\/p>\n<p>Kaum zu glauben, aber derzeit befinde ich mich zum Thema Coding in einem Motivationsloch &#8211; dabei ist der Sommer doch vorbei \ud83d\ude09 Das hat wohl jeder hin und wieder einmal erlebt. Zu Hause noch mit Patterns, Techniken und Methoden auseinandersetzen &#8211; och n\u00f6. Demnach habe ich auch keine guten Artikel-Ideen f\u00fcr diesen Blog. Bis eben.<\/p>\n<p>Wer kennt das aus dem eigenen Arbeitsalltag oder auch vom Arbeiten zu Hause, ganz egal bei welcher T\u00e4tigkeit: Ablenkungen! Mittlerweile gibt es ja auch reichlich davon wie z.B. Handy, Newsticker, eReader, Mails, Instant-Messaging, und wie sie alle hei\u00dfen. Wer aber lenkt uns \u00fcber den Tag gesehen am h\u00e4ufigsten ab, andere oder wir selbst? Wer an dieser Stelle noch mal einen Blick in den Artikel zum Thema Eigenverantwortung werfen m\u00f6chte, hier ist der <a href=\"http:\/\/invidit.de\/blog\/welchen-beitrag-kann-ich-leisten\/\">Link<\/a> \ud83d\ude42 Es ist ja nicht nur verlockend, nur mal kurz zu schauen, was es neues in der Welt gibt, was die Kollegen\/Freunde im Chat schreiben, welche Mails gerade neu sind etc.<\/p>\n<p>Ich musste f\u00fcr mich alleine lachen, als ich genau diese Situation im Buch &#8222;Lassen Sie Ihr Hirn nicht unbeaufsichtigt!&#8220; <sup>[1]<\/sup> gelesen habe. Mein erster Gedanke war &#8222;Sch\u00f6n, dass es anderen auch so geht&#8220;. Dabei lasse ich meist mein Handy in der Tasche, was die Ablenkungen schon deutlich reduziert. Aus dem Buch geht hervor, dass unserem Gehirn schnell langweilig wird und es sehr neugierig ist &#8211; daher suchen wir auch gerne nach Ablenkungen; ein Ausbruch aus der aktuellen Aufgabe ist oft willkommen. Dies f\u00fchrt aber auf der anderen Seite dazu, dass wir Aufgaben nicht fertiggestellt bekommen oder uns immer wieder neu in das Thema hineindenken m\u00fcssen. Das kostet Energie und Zeit. H\u00e4tten wir von beidem unendlich viel, w\u00e4re dies wohl kein Thema, \u00fcber das es sich lohnt nachzudenken.<\/p>\n<p>Weiterhin m\u00f6chte ich noch zwei Faktoren anf\u00fchren, die bei der Bearbeitung von Aufgaben eine Rolle spielen: ein klar formuliertes Ziel, dass ich erreichen m\u00f6chte und eine entsprechende Belohnung. Unser Gehirn m\u00f6chte immer m\u00f6glichst sofort belohnt werden und nicht lange darauf warten. Aber am Ende eine Aufgabe als erledigt abhaken und am Ende des Tages etwas geschafft zu haben f\u00fchlt sich schon gut an &#8211; f\u00fcr mich zumindest \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Von unz\u00e4hligen Zeitmanagementmethoden und Techniken zur Selbstorganisation hat mir eine besonders gut gefallen, welche ich kurz vorstelle und im Selbsttest ausprobieren werde. Vielleicht hilft es ja auch euch, konzentriert bei einer Sache zu bleiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Die Pomodoro-Technik<\/h1>\n<p>Die Technik selbst k\u00f6nnt ihr bei Wikipedia unter [2] nachlesen. Hier nur das Prinzip in aller K\u00fcrze:<\/p>\n<p>Es werden m\u00f6glichst st\u00f6rungsfreie 25 Minuten Arbeitseinheiten gebildet, in denen eine vorher beschriebe Aufgabe bearbeitet wird. Nach 25 Minuten erfolgt eine 5 min\u00fctige Pause. Nach vier Einheiten (pomodori) wird eine Pause von 15 Minuten eingelegt.<\/p>\n<p>Die Idee ist simple. Die Umsetzung bedarf vielleicht ein wenig \u00dcbung, uns in der Form &#8222;zu takten&#8220;. Was erreichen wir nun damit? Erst einmal mehr Selbstdisziplin, konzentriert an einer Sache zu arbeiten, wenn wir uns im Vorfeld daf\u00fcr entschieden haben, dass dies nun die wichtigste Aufgabe ist und als n\u00e4chstes erledigt werden muss.<\/p>\n<p>Manche von euch werden nun vielleicht sagen: &#8222;Aber wenn der Kollege kommt und etwas von mir wissen will, was dann?&#8220;. Es sind <strong>nur<\/strong> 25 Minuten. Ich behaupte, f\u00fcr die meisten Anfragen ist es in Ordnung, wenn wir nach Ablauf der 25 Minuten zum Kollegen hingehen; dabei haben wir Bewegung, k\u00f6nnen das Gehirn mal schweifen lassen und mal das Thema wechseln. Spannender als die Auswirkung dieser Technik auf die Ablenkungen von au\u00dfen sind die Selbstablenkungen, die wir dadurch vielleicht reduzieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Unsere Erfahrungen mit der Pomodoro-Technik<\/h1>\n<p>Die Fokuszeit, also ohne Ablenkung konzentriert an einer Sache zu arbeiten, sch\u00fctzt mich mehr vor eigenen Ablenkungen als vor &#8222;St\u00f6rungen von au\u00dfen&#8220;, etwa durch R\u00fcckfragen von Kollegen. Diese sind in einem gut funktionieren Team immer m\u00f6glich. Es wird wohl seltener als vermutet ein Problem sein, solche R\u00fcckfragen nach der laufenden Fokuszeit zu kl\u00e4ren. Wenn es wirklich dringend ist, dann will ich mich auch direkt darum k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Insbesondere auch bei kurzen Wartezeiten, z.B. weil ein System gerade meine Anfrage verarbeitet, kommt eine Versuchung auf, mal eben nach den neuesten Mails zu schauen. Oder ich erinnere mich in der kurzen Denkpause an den Termin, den ich noch planen wollte. Todos, die mir w\u00e4hrend dieser Zeit einfallen, schreibe ich einfach auf eine Liste (so richtig Oldschool mit Stift und Papier) und kann diese sp\u00e4ter &#8211; je nach Priorit\u00e4t &#8211; abarbeiten.<\/p>\n<p>Eine hilfreiche Alternative meine Konzentration bei meiner aktuellen Aufgabe zu halten ist die Arbeit im Paar (z.B. Pairprogramming). Hier habe ich dann auch auf die Tomaten verzichtet.<\/p>\n<p>Lasse ich den ersten Schritt, das Formulieren der Aufgabe f\u00fcr die n\u00e4chsten 25 Minuten weg und nutze nur den Timer, hat die Technik f\u00fcr mich nur einen Bruchteil der m\u00f6glichen Wirkung. Eigene Ablenkungen lassen sich so reduzieren, aber mein Fokus kann noch gesteigert werden. Erst mit dem Formulieren meines Ziel f\u00fcr die n\u00e4chste Fokusphase bin ich wirklich fokussiert unterwegs. Ich verheddere mich nicht in irgendwelchen Refactorings oder gehe Fragen nach, die w\u00e4hrend der Arbeit rechts und links noch hochkommen &#8211; ich will ja schlie\u00dflich mein selbst gestecktes Ziel erreichen! Die Zielformulierung ist insbesondere f\u00fcr alle Leistungsmotivierten Menschen, die gerne Dinge fertigstellen und Ziele erreichen, interessant.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Werkzeuge zur Unterst\u00fctzung<\/h1>\n<p>Der Timer auf der Seite moosti<sup>[3]<\/sup> war dezent im Hintergrund, dennoch konnte ich die Zeit in der Bezeichnung meines Browser-Tabs sehen und nach Ablauf der Zeit gab es eine Benachrichtigung. Hier fehlte mir ein wenig der Workflow. Die Phasen manuell zu starten bringt zwar die gr\u00f6\u00dfte Flexibilit\u00e4t, aber lenkt mich durch die Bedienung zu sehr ab.<\/p>\n<p>Die Android App Clockwork Tomato<sup>[4]<\/sup> zeigt nicht nur die aktuelle Uhrzeit, sondern die laufende und n\u00e4chste Phase \u00fcbersichtlich an. Die Zeit l\u00e4uft hier automatisch weiter, was mir gut gef\u00e4llt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Fazit<\/h1>\n<p>Jeder wird seine pers\u00f6nliche Strategie f\u00fcr das Zeit- und Selbstmanagement haben oder entwickeln. Interessant ist hierbei, m\u00f6glichst viele Methoden auszuprobieren um genau die beste f\u00fcr sich herauszufinden. Ich werde die Pomodoro-Technik sicherlich immer mal wieder anwenden, wenn auch nicht t\u00e4glich damit arbeiten. Mehr werde ich jedoch darauf achten, meine kurzfristigen Ziele klarer zu formulieren und mich somit st\u00e4rker zu fokussieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viel Erfolg beim Ausprobieren und schreibt eure Erfahrungen mit dieser Technik gerne in die Kommentare.<\/p>\n<p>Eure Spa\u00df-Coder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verweise:<\/p>\n<ul>\n<li>[1] Stenger, Christiane. <i>Lassen Sie Ihr Hirn nicht unbeaufsichtigt!: Gebrauchsanweisung f\u00fcr Ihren Kopf<\/i>. Campus Verlag, 2014.<\/li>\n<li>[2]<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pomodoro-Technik\"> https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pomodoro-Technik<\/a><\/li>\n<li>[3] <a href=\"http:\/\/www.moosti.com\/\">http:\/\/www.moosti.com\/<\/a><\/li>\n<li>[4] <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=net.phlam.android.clockworktomato&amp;hl=de\">https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=net.phlam.android.clockworktomato&amp;hl=de<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Spa\u00df-Coder. Kaum zu glauben, aber derzeit befinde ich mich zum Thema Coding in einem Motivationsloch &#8211; dabei ist der Sommer doch vorbei \ud83d\ude09 Das hat wohl jeder hin und wieder einmal erlebt. Zu Hause noch mit Patterns, Techniken und Methoden auseinandersetzen &#8211; och n\u00f6. Demnach habe ich auch keine guten Artikel-Ideen f\u00fcr diesen Blog. 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