{"id":562,"date":"2015-07-15T12:00:19","date_gmt":"2015-07-15T10:00:19","guid":{"rendered":"http:\/\/invidit.de\/blog\/?p=562"},"modified":"2016-02-11T20:50:20","modified_gmt":"2016-02-11T18:50:20","slug":"von-agilitaet-und-fuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/invidit.de\/blog\/von-agilitaet-und-fuehrung\/","title":{"rendered":"Von Agilit\u00e4t und F\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p>Hallo Welt-Verbesserer.<\/p>\n<p>Hier lest ihr den zweiten Teil der Reihe zum Buch #Workout<sup>[1]<\/sup> von Jurgen Appelo. Den ersten Teil findet ihr hier\u00a0<a href=\"http:\/\/invidit.de\/blog\/welchen-beitrag-kann-ich-leisten\/\">Welchen Beitrag kann ich leisten?<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Rapid development is a good first step, I believe, but the ultimate test of agility is whether you can keep all your stakeholders happy: customers and employees, owners and suppliers, government and community. [<sup>1<\/sup>, Introduction, Seite 5]<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Definition von Agilit\u00e4t gef\u00e4llt mir besonders gut. Wenn ich f\u00fcnf Personen befrage, was Agilit\u00e4t bedeutet, erhalte ich sicherlich f\u00fcnf verschiedene Antworten (au\u00dfer vielleicht sie haben alle #Workout gelesen :-). Viele verstehen unter diesem (Mode-)Begriff vermutlich konkrete Methoden wie Scrum oder Kanban. Andere wohl eher ein bestimmtes Mindset &#8211; also eine innere Haltung und Art zu denken. Wenn ich allerdings an Lean Management denke, w\u00e4re das meiste hiervon &#8222;waste&#8220; &#8211; also M\u00fcll der nicht zum Kundenerfolg beitr\u00e4gt. &#8222;Wir machen Scrum weil wir agil sein wollen.&#8220; &#8211; also zum Selbstzweck. Selbstzweck ist hier vollkommen deplatziert und alle Handlungen sollten am Kunden ausgerichtet sein &#8211; wertsch\u00f6pfend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Treating employees like adult human beings might be common sense, but it is not common practice. [<sup>1<\/sup>, Introduction, Seite 8]<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier gef\u00e4llt mir ganz allgemein das Gegen\u00fcberstellung von\u00a0 Gemeinsinn und \u00fcblicher Praxis. Wer hat sich selbst schon dabei beobachtet A zu sagen und zu erwarten und selbst B zu machen? Warum reden wir so viel \u00fcber unsere Taten und die Taten, wir wir alle noch vollbringen wollen? Warum lassen wir die Taten nicht f\u00fcr sich sprechen nachdem wir sie selbst getan haben? Hier f\u00e4llt mir eine Sprichwort ein, dessen Autor mir nicht bekannt ist: &#8222;Das was wir sagen zeigt wer wir sein wollen. Das was wir tun zeigt wer wir sind.&#8220; Nach meiner Meinung kommt es nur und ausschlie\u00dflich auf unsere Taten an.<\/p>\n<blockquote><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unfortunately\u2026 many managers don\u2019t see that they should manage the system around the people, not the people directly, and that they should leave micromanagement to the teams. Instead, they use one-on-ones for individual goal-setting, and they follow-up later by asking people for status updates\u2014both of which only reinforce the superior-subordinate relationship that is typical in all command-and-control organizations. [<sup>1<\/sup>, Introduction, Seite 9]<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier habe ich zwei Aspekte f\u00fcr mich heraus gelesen. Einerseits die m\u00f6gliche Verst\u00e4rkung der Hierarchie. Anderseits das Thema Eigenverantwortung. Jurgen Appelo schreibt weiter unten, dass Manager mehr \u00fcber Mitarbeiter wissen d\u00fcrfen als Mitarbeiter von einander. Das betrifft wohl h\u00e4ufig mindestens das Gehalt. Ist das schlecht? Das kommt sehr auf den Reifegrad und das Mindset der Mitarbeiter an. Will ich, ohne genauer hin zuschauen, genauso viel Gehalt haben wir mein bestbezahlter Kollege? Oder kann und m\u00f6chte ich die Eigenverantwortung \u00fcbernehmen, die Situation mehr objektiv bewerten und die erbrachte Leistung von anderen anerkennen ohne ein Gef\u00fchl von Neid f\u00fcr das Gehalt bei mir wahrzunehmen? Wenige Unternehmen machen dies bereits transparent, jeder Mitarbeiter ist dort gleichzeitig Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und hat damit nicht nur alle Informationen, sondern gleichzeitig auch die volle Verantwortung. Wer ist hierzu ehrlicherweise bereit?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>This should come as no surprise to anyone who has ever read the work of management expert Peter F. Drucker, since he convincingly argued decades ago that, \u201cManagement is about human beings, and management is the<br \/>\ncritical, determining factor.\u201d [Drucker, Management loc:1038] [&#8230;] Interestingly enough, Drucker referred to the work of management as being critical, not the job of the managers. [&#8230;] However, no matter whether there are managers or not, everyone should feel responsible for management. When the organization sucks, don\u2019t blame just the managers! [<sup>1<\/sup>, Introduction, Seite 15]<\/p><\/blockquote>\n<p>Sehr sch\u00f6n. Diese Aussage bringt es f\u00fcr mich noch mal auf den Punkt, was im Artikel\u00a0<a href=\"http:\/\/invidit.de\/blog\/welchen-beitrag-kann-ich-leisten\/\">Welchen Beitrag kann ich leisten?<\/a> bereits gesagt wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>I also saw people not waiting for managers to improve their work and taking responsibility for management<br \/>\ninto their own hands. Creative networkers choose to boss themselves. [<sup>1<\/sup>, Introduction, Seite 22]<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Begriff des kreativen Netzwerkers finde ich sehr treffend. Insbesondere in der Softwareentwicklung, aber auch in vielen anderen Berufen ben\u00f6tigen wir Kreativit\u00e4t um innovative Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Wenn wir dies interdisziplin\u00e4r mit all den Leuten machen, die wir f\u00fcr die beste L\u00f6sung ben\u00f6tigen, befinden wir uns mitten in einem Netzwerk, welches f\u00fcr jede Situation passend genutzt wird. Wenn ich wei\u00df, wen ich ansprechen kann, wenn Kompetenzen transparent sind, dann muss mir niemand sagen, was und wie ich etwas machen soll. Mit Blick auf den Mehrwert f\u00fcr meinen Kunden kann ich mich dann selbst f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>This book is for those who care about their organization, not about the titles on their business cards. [<sup>1<\/sup>, Introduction, Seite 16]<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie sehr h\u00e4ngen wir an Titeln und Hierarchien? Sind sie wirklich schlecht oder geben Sie uns einfach etwas Halt in einer sich immer schneller ver\u00e4ndernden Welt? Was brauche ich, um mich davon zu l\u00f6sen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielleicht ist ein Gedanke dabei, der bei euch haften bleibt, der bei euch auf Resonanz trifft und euch nachdenklich macht. Dann lade ich euch ein, diesen Gedanken mit in den Alltag zu nehmen und zu beobachten, wie sich das anf\u00fchlt. Welchen Beitrag wollt ihr dazu leisten, die (Arbeits-)Welt ein wenig agiler zu gestalten?<\/p>\n<p>Eure Spa\u00df-Coder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literatur-Verzeichnis<\/p>\n<p>[1] Appelo, Jurgen. &#8222;Management 3.0 workout.&#8220; (<a href=\"https:\/\/management30.com\">https:\/\/management30.com<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Welt-Verbesserer. 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