{"id":528,"date":"2015-07-04T14:50:26","date_gmt":"2015-07-04T12:50:26","guid":{"rendered":"http:\/\/invidit.de\/blog\/?p=528"},"modified":"2016-02-11T20:51:03","modified_gmt":"2016-02-11T18:51:03","slug":"schritt-fuer-schritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/invidit.de\/blog\/schritt-fuer-schritt\/","title":{"rendered":"Schritt f\u00fcr Schritt"},"content":{"rendered":"<p>Hallo Welt-Verbesserer.<\/p>\n<p>Heute m\u00f6chten wir mit euch eine kleine Reise machen. Wir wissen noch nicht so genau, wohin sie uns f\u00fchren wird, aber wir kennen die grobe Richtung, das grobe Ziel. Daraus k\u00f6nnen wir f\u00fcr unseren Weg die erste Etappe ableiten. Wir nehmen also den ersten Schritt und los geht es auf die Reise zur iterativen Softwareentwicklung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>In Etappen zum Ziel<\/h1>\n<p>Ein wesentlicher Punkt bei der agilen Softwareentwicklung ist unserer Ansicht nach das sogenannte <em>iterative Vorgehen<\/em> bei der Entwicklung.<\/p>\n<p>Bei dieser Vorgehensweise stecken wir &#8211; wie beim klassischen Projektmanagement &#8211; zu Beginn ein Ziel ab. Dieses ist bei der agilen Herangehensweise aber nur sehr grob skizziert und enth\u00e4lt kaum Details.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes gehen wir einen ersten Schritt in die Richtung des Ziels. Nach diesem ersten Schritt sichten wir das bis dahin erreichte Zwischenergebnis\u00a0und pr\u00fcfen, ob wir noch auf dem richtigen Weg Richtung Ziel unterwegs sind, oder ob wir die Richtung bei unserem n\u00e4chsten Schritt anpassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Danach legen wir den n\u00e4chsten kleinen Schritt in Richtung des Ziels fest und gehen diesen. Auch hier sichten wir anschlie\u00dfend das Zwischenergebnis\u00a0und pr\u00fcfen erneut, ob wir noch auf dem richtigen Weg unterwegs sind.<\/p>\n<p>Jetzt legen wir den n\u00e4chsten Schritt fest, sichten und pr\u00fcfen das\u00a0 Zwischenergebnis. Diesen Zyklus wiederholen wir und n\u00e4hern uns so Schritt f\u00fcr Schritt dem Ziel. Wichtig ist dabei, dass wir uns so nicht dem urspr\u00fcnglich definierten Ziel n\u00e4hern, sondern dem Ziel, welches wir sinnvollerweise tats\u00e4chlich erreichen m\u00f6chten. Dabei gehen wir in jedem Schritt immer den sinnvollsten und wichtigsten n\u00e4chsten Punkt an.<\/p>\n<p>Allgemein bekannt sein sollte der Comic zu Thema Projektmanagement, wo anhand einer Schaukel sehr deutlich gemacht wird, welche Missverst\u00e4ndnisse bei einer Zieldefinition entstehen k\u00f6nnen. <span style=\"font-size: 8pt;\">(Wir sind unsicher, ob wir das Bild hier posten d\u00fcrfen, hier ein Link: <a href=\"https:\/\/www.pinterest.com\/pin\/255297872598273288\/\">https:\/\/www.pinterest.com\/pin\/255297872598273288\/<\/a>)<\/span><\/p>\n<p>Wir pr\u00fcfen das Ziel und unsere aktuelle Situation also regelm\u00e4\u00dfig und passen unseren n\u00e4chsten Schritt daran an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Das bewegliche Ziel<\/h1>\n<p>Auf den Punkt gebracht, worauf es bei der Agilit\u00e4t in Projekten ankommt, hat es die iteratec GmbH. Das Bild auf der verlinkten Seite zeigt sehr deutlich, wie wir uns mit Hilfe der iterativen Vorgehensweise Schritt f\u00fcr Schritt dem Ziel n\u00e4hern: <a href=\"http:\/\/www.iteratec.de\/de\/das-moving-target-beherrschen\">http:\/\/www.iteratec.de\/de\/das-moving-target-beherrschen<\/a><\/p>\n<p>Im klassischen Projektmanagement h\u00e4tten wir zu Beginn sehr viel Zeit und M\u00fche darauf verwendet, das ein Ziel zu definieren, welches im Bild recht weit unten rechts zu finden gewesen w\u00e4re. Nach jedem einzelnen Schritt wurde aber jeweils deutlich, dass wir dieses Ziel gar nicht erreichen wollen. Das tats\u00e4chliche Ziel, welches es zu erreichen gilt, liegt ganz woanders (in der Grafik oben rechts).<\/p>\n<p>Es gibt verschiedene Gr\u00fcnde, warum sich ein Ziel ver\u00e4ndert.<\/p>\n<ul>\n<li>Klassisch wei\u00df der Anforderer zu Beginn noch gar nicht so genau, was er braucht. Vielleicht wei\u00df er, was er will, aber nicht, was er braucht.<\/li>\n<li>Selbst wenn er wei\u00df, was er braucht, kann er es ggf. nicht gut genug beschreiben. Der Anforderer ist oft kein Softwareentwickler und spricht eine andere Sprache<\/li>\n<li>Nat\u00fcrlich kann es auch sein, dass der Anforderer genau wei\u00df, was er braucht und es gut erkl\u00e4rt, wir es aber nicht oder falsch verstehen.<\/li>\n<li>Dann k\u00f6nnen sich Rahmenbedingungen \u00e4ndern, etwa das Budget des Projekts, der Zeitplan, die beteiligten Personen<\/li>\n<li>Es k\u00f6nnen im Laufe des Projekts Hindernisse (technisch wie organisatorisch) auftreten<\/li>\n<\/ul>\n<p>In all diesen F\u00e4llen m\u00fcssen wir reagieren. Wenn wir nun zu Beginn sehr viel Zeit und Aufwand in die Planung f\u00fcr das Ziel investiert haben, neigen wir dazu, genau daran auch festzuhalten, obwohl es sinnvoller w\u00e4re, ein neues Ziel festzulegen.<\/p>\n<p>Nach jedem Schritt einer Iteration pr\u00fcfen wir also, ob unser derzeitiges Ziel noch richtig ist und korrigieren es ggf. Dies erfolgt nat\u00fcrlich immer in enger Absprache mit dem Anforderer. Dieser kann sich nach jedem Schritt ein besseres Bild von der Situation machen und besser einsch\u00e4tzen, wo wir derzeit stehen, was noch ben\u00f6tigt wird und wo genau wir hin m\u00f6chten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Zusammenfassung<\/h1>\n<p>Ein Projekt birgt zu Beginn viele Risiken, denen wir durch Projektmanagement begegnen wollen:\u00a0Welches Know-How werden wir brauchen und wann? Wann wird das Projekt beginnen, sich in die falsche Richtung zu entwickeln? Wann wird unser Kunde das Vertrauen in uns verlieren? Wann wird seine Geduld nicht mehr ausreichen? Was braucht der Kunde, um ihn wieder zufrieden zu machen?<\/p>\n<p>Leider gibt es noch keine Glaskugel, die uns verl\u00e4sslich vorhersagt, wie ein Softwareentwicklungs-Projekt verlaufen wird. (Wenigstens haben wir bei Amazon keine gefunden, das hei\u00dft doch, dass es keine gibt, oder? \ud83d\ude09 Wir sind uns aber sicher, dass wenn wir eng mit dem Kunden zusammenarbeiten wir gemeinsam genau das Ziel erreichen, das der Kunde erreichen sollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir hoffen, mit dem Artikel ein wenig den haupts\u00e4chlichen Nutzen von iterativer Softwareentwicklung deutlich gemacht zu haben. Lasst euch darauf ein, kommuniziert offen mit eurem Kunden, zeigt auch mal halbfertige, halbgare Ergebnisse. Vielleicht ist es gar nicht das, was der Kunde braucht? Vielleicht ist es viel besser? In beiden F\u00e4llen habt ihr was davon.<\/p>\n<p>Eure Spa\u00df-Coder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Welt-Verbesserer. 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